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Rosige Zeiten für die deutsche Bootsbranche in 2015

Die maritime Industrie in Deutschland bleibt auch im Jahr 2015 auf Wachstumskurs. Die neuesten Zahlen bestätigen, dass es besonders in Deutschland den Bootshändlern und Bootsherstellern richtig gut geht.

 

Eine Konjunkturumfrage vom Bundesverband für Wassersportwirtschaft zur Mitte des Jahres befand, dass 75% der befragten Unternehmen die Situation als besser oder gleich gut zum Vorjahr befinden. Ganze 44% berichten sogar von gesteigerten Umsätzen. Die Prognose für die Zukunft sieht ebenfalls positiv aus. Nur etwas weniger als 20% der befragten Unternehmen erwarten Umsatzeinbußen für die nächsten 2 bis 3 Jahre. Diese stabile Konjunktur lässt sich in allen Marktsegmenten mit Außnahme des Schlauchbootsektors beobachten. Hier sind Einbrüche in der Nachfrage spürbar.

Mangel an Personal im Service und bei der Wartung

 

Der Service- und Wartungsbereich bleibt Spitzenreiter. Fast 98% der befragten Unternehmen sind mit der Auslastung zufrieden. Dieser Sektor profitiert dabei von gleich drei Entwicklungen. So nutzen Bootseigner ihre Yachten oft länger als in der Vergangenheit und investieren somit in deren Werterhalt. Auch hat die Nachfrage nach gebrauchten Booten stark zugenommen, was Investitionen durch die neuen Besitzer nach sich zieht. Des Weiteren wird die Pflege und Wartung der Boote immer öfter an professionelle Anbieter abgegeben.

Einige dieser Unternehmen sind mittlerweile an Ihrer Kapzitätsgrenze angelangt. Dementsprechend ist die Nachfrage für qualifiziertes Personal hoch. So wollten mehr als 40% der gefragten Unternehmen bald neue Mitarbeiter beschäftigen, vor allem im technischen Bereich. Gute Servicekräfte allerdings sind Mangelware.

Neuboote

Obgleich in anderen europäischen Ländern die Situation weit weniger rosig aussieht, steigt in Deutschland die Nachfrage für Motor- und Segelboote weiter an. Von den befragten Segelboothändlern beurteilten 80% (im Vorjahr 67,7%) den bisherigen Verlauf der Saison besser oder gleich gut denn im Vorjahr. Für Motorboote sind es fast 74% und Deutschland bleibt weiterhin wichtigster Markt für deutsche Yachthersteller.

 

Gesteigerte Ausgabebereitschaft für Motor- und Segelboote

 

Der Wassersport als Freizeitbeschäftigung könnten in den kommenden Jahren gute Geschäfte ins Haus stehen. Umfragen zufolge planen Bootseigner und -interessierte auch in den kommenden Jahren große Mengen an Zeit und Geld in ihr Hobby zu investieren. Gebrauchtboote stehen dabei bei rund zwei Dritteln der Kaufinteressierten Im Vordergrund, Neuboote hingegen bei einem Drittel. Preislich gesehen wird dabei immer tiefer in die Tasche gegriffen. Für neue Motorboote werden rund 150.000 Euro anberaumt, für neue Segelboote sogar rund 220.000 Euro. Seit der Jahrtausendwende sind die Ausgaben im Schnitt um 60% gestiegen. Auch für Gebrauchtboote ist die Zahlungsbereitschaft gestiegen, so werden für Segler ca. 70.000 Euro eingeplant und für Motorboote sogar 90.000 Euro.

 

Immer mehr Segelbegeisterte

Laut Statistia ist die Anzahl der Personen, die in ihrer Freizeit segeln von 2012 auf 2014 gestiegen und es ist ein positiver Trend bemerkbar.

Steigende deutsche Produktion

Ein Blick auf die Produktionszahlen deutscher Hersteller macht deutlich. wie wichtig der nationale Markt ist. Trotz der angedeutete Schwäche in der Nachfrage in anderen Ländern Europas, stieg die Produktion. Ein Indikator dafür sind die Verkaufszahlen für Innenbordmotoren. Verglichen mit den Jahren 2013 und 2014 stieg der Absatz für Diesel Innenbordmotoren um fast 12%. Zwar sind die deutschen Produzenten auch auf Märkten in Übersee erfolgreich, dennoch dürfte ein großer Teil der Produktionssteigerung auf die Umstände am heimischen Markt entfallen.

Generell sind größere Segelyachten derzeit im Trend. Das ist ebenfalls aus der Statistik der Dieselmotoren zu entnehmen. Die Verkäufe von Diesel Innenbordmotoren mit Leistungen zwischen 40 und 68 PS legte zu den Jahren 2013 und 2014 um ganze 38% zu.

Im Segment der kleineren Boote ist auch eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Dazu hat auch die neue Führerscheinfreigrenze bis 15 PS aus dem Jahr 2012 beigetragen. Verglichen mit den Jahren 2012 und 2014 hat der Absatz von Außenbordmotoren um über 10% zugenommen. Während der ersten Monate im Jahr 2015 wuchs der Markt im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um 2,6%.

Gebrauchte Boote

Die Nachfrage für gebrauchte Boote steigt ebenfalls. 76,9% (im Vorjahr waren es 63,3%) aller Segelboothändler und 82% (im Vorjahr waren es nur 54,5%) aller Motorboothändler sprechen von besseren oder gleich guten Umsätzen, verglichen zum Vorjahr. Gebrauchte Boote werden auch deutlich schneller wieder verkauft, als früher. Das allerdings gilt nur für die jüngeren Gebrauchtboote, denn die Nachfrage für Boote, die schon einige Jahrzehnte alt sind wird weiter zurückgehen. Qualität is gefragt.

 

Der Chartermarkt

Ganze 82,9% (im Vorjahr waren es 80,8%) aller befragten Charterunternehmen äußern sich zufrieden zu ihren Geschäften. Nach dem besonders schönen Sommer im Jahr 2014 hat auch der Ostseebereich zugenommen. Vom Binnenbereich lassen sich ebenfalls gute Nachrichten verkünden, die Vorbuchungen liegen auf hohem Niveau. Erfreulich ist hier auch, dass, entgegen dem Trend in anderen Reisebranchen, noch immer frühzeitig gebucht wird, sodass erste Buchungen für 2016 bereits eingegangen sind. Eine gute maritime Infrastruktur bietet entscheidende Wettbewerbsvorteile. Besonders im Binnenbereich ist dies bedeutend. Im Gegensatz zu Frankreich haben Polen und die Niederlande dies erkannt und umgesetzt, wodurch sie mit der wachsenden Nachfrage belohnt werden. Ein Umstand, über den man auch in Deutschland wird nachdenken müssen.

Diversifikation der Bootsflotten

 

Bei den Flotten ist Diversifikation angesagt. Die traditionellen Typen sind zwar nach wie vor das Rückgrat des Angebotes, aber ein neuer Typus kommt hinzu: gerade bei den weniger Bootsaffinen sind Pontonboote sehr beliebt. Aufgrund ihrer einfachen Bauweise können sie kostengünstig angeboten werden und sind gut geeignet für “Urlaub und Wohnen auf dem Wasser”

Zubehör & Ausrüstung

 

Auch die Ausrüstungsbranche profitiert von den angesprochenen Trends. Sowohl der Umstand, dass Boote länger genutzt werden, als auch der Trend zu neuen Gebrauchtbooten führen zu weiteren Investitionen. Besonders für den Komfort wird viel getan. Dazu kommt noch, dass die alternden Bootsliebhaber auch mehr Zeit auf den Yachten verbringen, was wieder Investitionen in den Wohnkomfort nach sich zieht. Beliebt sind hier vor allem professionelle Heiztechnik, Klimaanlagen, Küchenausstattungen, verbesserter Komfort im Schlaf und Entertainmentsysteme.

Der Tauchsport

 

Nach den Umsatzrückgängen der letzten Jahren durch den Wegfall des wichtigen Tauchzieles Ägypten ist die Tauchbranche nun wieder auf dem Wege der Besserung. 87,5% (im Vorjahr waren es nur 50%) der befragten Unternehmen wissen von besseren oder gleich guten Geschäften verglichen zum Vorjahr zu berichten. Das wird auch von den Umsatzstatistiken vom Tauchsport-Industrieverband bestätigt. In den ersten Monaten im Jahr 2015 nahm der Verkauf von Tauchartikeln um circa 4%, verglichen mit dem Vorjahr, zu.

 

Es gibt also derzeit insgesamt wenig Grund zu Beschwerden. Sicherlich ist es noch zu früh, um abschließend die Saison 2015 zu bewerten. Dennoch deutet alles auf eine Fortsetzung der positiven Entwicklung hin. Man kann also auf kommende Messen gespannt sein.

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Quellen: www.bvww.org, www.boot.de, www.statista.de, www.vdc.de