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Benziner im Leistungsvergleich – was können diese 6 Außenborder?

Die Zodiac Futura MK III auf Messfahrt, ein robustes Schlauchboot mit Aluminiumboden, bestückt mit einer ganzen Reihe 50 PS Langschaft-Außenbordern, gibt alles. Im Test: Honda BF 50, Mercury F 50, Evinrude E 50, Yamaha F 50, Suzuki DF 50 und der Tohatsu MD 50. Wie flexibel, leistungsstark und wirtschaftlich sind diese Benziner? Und wie komfortabel in Bedienung und Laufkultur? Alle Sechs verfügen über elektronisch gesteuerte Einspritzung und fahren (bis auf den Evinrude) mit Alupropeller.
 
Der Honda – mit einem kleinen Hubraum von 808 ccm ganz hinten und mit 100 kg ein echtes Zweitakter-Leichtgewicht – kann im Topspeed-Check souverän überzeugen. Etwas schlapper dagegen der Vierzylinder von Yamaha mit 996 ccm, aber angenehm smooth im Laufgeräusch.
 
Geräuscharm auch der Suzuki (Hubraum 941 Kubik) – hier sind kaum Vibrationen zu verzeichnen. Ein leistungsstarker Ansaugkrümmer macht diesen Außenborder nicht nur sehr wirtschaftlich, sondern wirkt lärm- und emissionsmindernd über die komplette Motordrehzahl. Und muss keine EU 1 Norm fürchten – Emissionen leitet ein Unterwasser-Propellernabenauspuff ab.
 
Federgewicht gesucht? Der Tohatsu, ein mit 93,5 kg erfrischend leichter Zweitakter, der mit ausgeprägtem Leistungswillen und akzeptablem Verbrauch auch bei 30 km/h Marschfahrt überzeugt. Seine Laufkultur ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.
 
Und der Evinrude? Mit 113 kg recht stattlich und einziger Zweizylinder im Test, wirkt sein Stahlpropeller zunächst vielversprechend. Zu früh gefreut: Im Topspeed rangiert er weit hinten, beim Sprint wenigstens im Mittelfeld. Leider ist dieser Motor im Verbrauch Spitzenreiter. Dass er zumindest leise genug ist, tröstet hier kaum. Für einen Fiberglas-Bowrider eignet er sich weniger, läuft aber beim Fischerboot zu solider Form auf. Erfreulich sind Startverhalten und kraftvolles Startgeräusch: Einmal in Gang, hängt hier wenig.
 
Schlusslicht: Der Mercury, Vierzylinder mit 995 Kubik, der sich als lahmste Ente in Sprint und Topspeed entpuppt und es auch in Verbrauch und Geräuschentwicklung nur ins Mittelfeld schafft.
 
Fazit: Während der Honda den Topspeed-Check für sich entscheidet, glänzt der Suzuki als ein Sprintkönig, der auch im Topspeed gut mithalten kann. Leistungswillig, aber ein echtes Raubein: Der Tohatsu, der zwar bis 2000 U/min noch die Bezeichnung Laufkultur verdient, um dann jedoch ins Segment Lauftortur zu wechseln. Der Evinrude enttäuscht leider – und muss sich trotz Stahlpropeller und günstigen 6000/min mit Platz 4 begnügen – gute 5km/h langsamer als Suzuki und sogar 8km/h hinter dem Honda. Kleiner Trost: Wenigstens der Preis für die beste Beschleunigung geht an diesen robusten Außenborder.