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CE Zertifizierung - alles was man wissen muss, wenn man ein Boot kaufen möchte

Wenn man ein neues Boot kauft, gibt es natürliche viele Dinge, die beachtet werden müssen. Die CE Zertifizierung ist ein wichtiger Faktor, auf den man beim Kauf achten sollte. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema CE Kennzeichnung wissen sollten.

 

Was ist die CE Zertifizierung?

“CE” ist die Abkürzung für Conformité Européenne (zu deutsch “Europäische Konformität)”. Dies ist die Erklärung des Herstellers, dass die geltenden Anforderungen der Europäischen Union eingehalten wurden. Die grundlegenden Sicherheitsbestimmungen müssen auch für Boote und Yachten eingehalten werden. Das gilt sowohl für neue Boote, als auch für Boote, die entweder erstmals in den EU/EEA Staaten verkauft oder eingesetzt werden. Das CE Zeichen kann nur an Artikeln angebracht werden, an denen es vom Gesetz her vorgeschrieben ist.

 

Für welche Länder braucht man die CE Zertifizierung?

Für Bootsbesitzer aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Lithuania, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern und Österreich ist die CE Zertifizierung notwendig. Dies betrifft auch Inseln, die zum Staatsgebiet der Länder gehören.

 

Für welche Boote ist eine CE Zertifizierung notwendig?

  • Persönliche Wasserfahrzeuge müssen den CE Anforderungen zur Produktion, den Geräuschemissionen und dem Design genügen, wenn sie nach dem 31. Dezember 2005 in einem der EEA Staaten entweder zum Verkauf angeboten werden oder zum Einsatz kommen. Das gilt auch für gebrauchte Boote, die aus nicht EEA Ländern in die EEA importiert werden.

  • Motoren, die nach einer bestimmten Frist aus Drittländern in die EEA Staaten importiert und eingesetzt werden, benötigen ebenfalls eine CE Zertifizierung. Die Frist für Viertakt-Fremdzünder ist der 31. Dezember 2005 und für Zweitakt Fremdzünde derr 31. Dezember 2006. Diese Motoren müssen den Abgasrichtlinen genügen, selbst wenn es sich um gebrauchte Produkte handelt.

  • Freizeit- und Erholungsboote, die einen Rumpf zwischen 2.5m und 24m Länge besitzen.

  • Freizeit- und Erholungsboote, die gechartert oder vermietet werden. Dies gilt für Boote, die nicht für den gewerblichen Passagierverkehr genutzt werden. Ebenso, wenn die Bootsvermietung eine Crew beinhaltet.

  • Boote, die einen Wasserstrahlantrieb haben, brauchen ebenfalls eine CE Zertifizierung.

Die oben genannten Anforderungen gelten für Boote, die neu sind oder bisher nur in Ländern außerhalb de EU beziehungsweise der EEA eingesetzt wurden.

 

Welche Boote benötigen KEINE CE Kennzeichnung?

  • Boote, die schon vor dem 16. Juni 1998 in EU/EEA Staaten eingesetzt wurden.

  • Boote, die ausschließlich für den persönlichen Gebrauch gebaut wurden (sofern sie nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre auf den Gemeinschaftsmarkt gebracht werden).

  • Tragflügelboote

  • Kanus (sofern sie nicht mit einem Segel oder Motor ausgestattet wurden und in dieser Art auf den Markt gebracht werden).

  • Tretboote

  • Kayaks

  • Boote, die nur für den Rennsport gebaut wurden (diese müssen vom Hersteller entsprechend kenntlich gemacht werden).

  • Gondeln

  • Boote, die als gewerbliche bemannte Passagiertransporter eingesetzt werden, Luftkissenboote und Unterseeboote.

  • Historische Boote oder individuelle Repliken, deren Design sich auf 1950 oder früher datieren lässt und Boote, die hautsächlich mit den originalen Materialien gebaut wurden (diese müssen entsprechend vom Hersteller gekennzeichnet werden).

  • Surfbretter mit Segeln

  • Experimentelle Boote (sofern diese nicht danach auf den Gemeinschaftsmarkt gebracht werden).

 

CE Zertifizierung bei Motoren

Es werden nur Motoren anerkannt, die schon während des Herstellungsprozesses mit einem CE Zeichen vermerkt wurden. Motoren benötigen eine Konformitätserklärung des Herstellers und ein Zertifikat, welches von den technischen Kontrollinstitution ausgegeben wird. Eine Konformitätserklärung für Motoren, die produziert wurden, bevor die Erklärung ausgegeben wurde, ist nicht gültig. Allerdings werden auch Motoren akzeptiert, die in einem Freizeit- und Erholungsbooten mit CE Zertifizierung vor dem 1. Januar 2006 in der EEA genutzt wurden. Wenn besagter Motor nach diesem Datum aber ersetzt wird, dann braucht der neue Motor dennoch eine CE Kennzeichnung.

 

Weitere Außnahmen für Motoren, die nicht an die Emissionsvorschriften gebunden sind:

  • Motoren, die ausschließlich für den persönlichen Gebrauch gebaut wurden, sofern sie nicht binnen einer Frist von 5 Jahrent auf den Gemeinschaftsmarkt angeboten werden. Dies gilt aber nicht für Motoren, die nur für den maritimen Gebrauch umgerüstet wurden oder bei denen nur einige Teile ausgetauscht wurden.

  • Motoren mit äußerer Verbrennung, wie Dampfmaschinen, die mit Kohle, Gas oder Öl befeuert werden.

  • Individuelle Repliken von Motoren, die auf Entwürfen vor 1950 basieren.

  • Motoren für den Rennsport.

 

Kontrolle bei Motoren

Die Überwachung und Qualitätskontrolle von Motoren kann sehr schwierig und teuer sein. Tests, wie die Abgasmessungen müssen nachträglich vorgenommen werden, sollten sie nicht schon während des Produktionsprozesses erfolgt sein. Deswegen muss der technische Kontollkörper den Motor testen und danach den Einhaltungsbericht ausstellen. Auf Grundlage dieses Berichtes muss der Importeur eine weitere Konformitätserklärung ausstellen.

 

Schritte bei der CE Kennzeichnung

Im ersten Schritt muss entschieden werden, für welche Kategorie die CE Kennzeichnung vorgenommen werden soll.

  • A - Ozean: Boote, die für Windstärkenvon  über 8 auf der Beaufort Skala und für Wellen von über 4 Metern Höhe konzipiert wurden (ausgenommen sind extreme Bedingungen ausgenommen).

  • B - Offshore: Boote, die für Reisen in Küstennähe entworfen wurden. Windstärke 8 und Wellenhöhen von bis zu 4m sind hier das Maximum.

  • C - Inshore: Boote, die für den Einsatz in Flüssen, Buchten, Seen und ruhigen Küstengewässern konzipiert wurden. Windstärke 6 und Wellen von bis zu 2 Metern sind unter normalen Bedingungen das Höchstmaß.

  • D - Geschützte Gewässer: Boote, die für kleine Seen und kleinere Flüsse, geschützte Küstengewässer, Kanäle und ähnliches konzipiert wurden, wo Windstärke 4 und Wellen unter 0,3m normalerweise das Maximum sind. Ausgenommen sind größere Wellen, die von vorbeifahrenden Booten z. B. erzeugt wurden.

Die Kategorien Offshore und Inshore gelten am häufigsten für Freizeit- und Erholungsboote. Hier ist zu beachten, dass die Kategorien sich nur auf die Bedingungen beziehen und keinesfalls den geographischen Einsatz des Bootes nach dem Kauf einschränken sollen.

 

Im zweiten Schritt, wird das Modul für das Boot festgelegt:

  • Module A - EG Baumusterprüfung

  • Module Aa - interne Fertigungskontrolle mit Prüfungen.

  • Module B - EG Baumusterprüfung

  • Module C - Konformität mit der Bauart

  • Module D - Qualitätssicherung in der Produktion

  • Module E - Qualitätssicherung beim Produkt

  • Module F - Produktprüfung

  • Module G - Einzelprüfung

  • Module H - umfassende Qualitätssicherung

  • Module PCA - Begutachtung nach der Produktion

Für die meisten gebrauchten Boote gilt das PCA Modul.

 

Im dritten Schritt, werden die folgenden Dinge benötigt.:

  • Eine Konformitätserklärung mit Namen des Herstellers sowie dessen Adresse, dem autorisierten Vertreter, der Produktbeschreibung, den nötigen Referenzen um die verwendeten Standards zu harmonisieren, dem Namen und der Adresse der notifizierten Stelle, mit der Benennung der Person, welche im Namen des Herstellers oder des autorisierten Vertreters unterschriftsberichtigt ist sowie den Bezugstyp des EG Prüfungzertifikates, das von der notifizierten Stelle ausgegeben wurde.

  • Eine Rumpf-Identifikationsnummer (HIN für “hull identification number”) oder eine Identifikationsnummer, die am Spiegel oder Heck des Bootes angebracht ist. Jedes Boot muss eine solche Identifikationsnummer haben, die die einzigartige Seriennummer enthält, sowie das Herstellungsland, das Modelljahr, das Jahr der Herstellung und den Herstellungscode.

  • Die Nachträgliche Bescheinigung der Bauart ausgegeben von der notifizierten Stelle.

  • Ein Herstellerzeichen, das die CE Kennzeichnung aufweist. Jedes Boot sollte dauerhaft eine Plakette haben, die getrennt von der Rumpf-Identifikationsnummer angebracht werden muss und Informationen wie den Namen des Herstellers, die Designkategorie des Bootes, das CE Kennzeichen, die maximale empfohlene Zuladung sowie die maximal empfohlene Anzahl der Menschen an Bord enthält.

  • Das Geräuschemissionszertifikat das von der notifizierten Stelle ausgegeben wird (nur, sofern zutreffend).

  • Aus Sicherheitsgründen eiin Benutzerhandbuch für den Eigner in der Sprache des EEA Staates, in welchem das Boot auf den Markt gebracht wird.

 

Weil jedes Jahr neue Bestimmungen hinzukommen, empfehlen wir regelmäßig zu überprüfen, ob sich etwas geändert hat. Auch kann es vorkommen, dass die Bestimmungen sich in unterschiedlichen Mitlgliedsländern unterscheiden. Manche Seeämter ändern sogar einige Bestimmungen oder fügen weitere hinzu, sodass ihre eigenen Anforderungen erfüllt werden. Deswegen empfehlen wir Ihnen, das entsprechende Seeamt zu kontaktieren und nach den Richtlinien zu fragen. Eine weitere gute Adresse für Informationen ist der BVWW:

http://www.bvww.org/wir-ueber-uns/verbandsleistungen/zertifizierung-und-klassifizierung/

 

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Quellen: http://www.toll.no/en/international/english/motor-vehicles/boat/ce-marking-of-boats-and-engines/

http://www.cemyboat.com/id50.html

http://www.bvww.org/wir-ueber-uns/verbandsleistungen/zertifizierung-und-klassifizierung/